Tarotkarte für Mai

Aufstellung
Emotion

Hallo Tarot Interesserte,

Mehrere maßgebliche Planeten sind gerade rückläufig, was sich auch in den 6 Schwertern zeigt, die ich für den Monat Mai gezogen habe. Diese Karte rät uns, alle äußeren Einflüsse zuerst in Ruhe auf uns einwirken und auch nachschwingen zu lassen, bevor wir unsere Entscheidungen treffen. Wir sollen die uns erreichenden Informationen und Erlebnisse so lange unvoreingenommen auf uns einwirken lassen, bis sich Intellekt und Herzensenergie in uns berühren. Wir sollten keinesfalls voreilige Schlüsse ziehen und schon gar nicht Entscheidungen fällen, bevor wir nicht alle äußeren Energien tatsächlich voll erfasst haben – und zwar nicht nur mit dem Kopf. Wer übereilt in Bewegung gerät, auch bereits gedanklich, trifft bestenfalls oberflächliche Entscheidungen, die nur aus einem äußerst einseitigen Intellekt heraus gespeist werden und denen somit zwangsläufig die Herzenswärme fehlt. Deshalb ist es vorteilhafter, abzuwarten, bis unser Intellekt mit unserem Herzen in Kontakt geraten ist, bis innere Berührung stattfindet.

Denken ohne die Energie des Herzens ist kaltes Denken. Diese Art des Denkens würde uns in der nächsten Zeit in eine Sphäre außerhalb von uns selbst manövrieren, die uns von unserer Seelenenergie entfremdet. Das Mittel, dieser drohenden Entfremdung nicht auf den Leim zu gehen, ist letztlich sehr einfach: Wir sollten uns unbedingt die Zeit nehmen, auf uns einwirkende äußere Impulse zuerst in unserem Kern ankommen zu lassen, bevor wir unsere Schlüsse ziehen. Auf der Crowley-Version der Karte richten sich alle Schwerter nach Innen und treffen sich in einem gemeinsamen Mittelpunkt. Da Schwerter im Tarot stets unsere Gedanken symbolisieren, ergibt sich für uns also die Aufforderung, unsere Gedanken für eine Weile nicht nach Außen, sondern nach Innen zu richten und ihnen die Zeit zu geben, sich miteinander zu verbinden.

Die Berührung und der so entstehende gemeinsame Fluss scheinbar getrennter Gedankenfelder benötigt Zeit, eben die Zeit, die durch das angesprochene Innehalten und unser Nachspüren entsteht. Aus der gemeinsamen Ausrichtung unserer unterschiedlichen Gedanken und der daraus entstehenden Kraft ergeben sich dann konstruktive Erkenntnisse, die uns zu sinnvollen Handlungen führen wollen. In der Tat gibt es aktuell nichts Neues, was wir zu lernen hätten. Wir benötigen keinerlei zusätzliche Informationen, obwohl das Ego laut nach Futter schreit.

Die erblühende Rose in der Mitte des Kreuzes verspricht, dass die unterschiedlichen, scheinbar getrennten Gedanken unser Herz erreichen. Erst aus dieser Position heraus können wir dann aktiv werden und aus unserer inneren Mitte heraus handeln. Ich bezeichne die 6 der Schwerter auch gerne als die Weisheitskarte des Tarot. Weisheit bedeutet, unser Wissen nicht kalt, sondern aus dem Herzen heraus in die Welt einzubringen.

Neue Erkenntnisse und Handlungsvorgaben können hieraus entstehen, die das Denken des Herzens in unsere materiellen Umsetzungen mit einbeziehen. Durch die scheinbare Entschleunigung des hektischen gedanklichen Inputs werden wir tatsächlich keine Zeit verlieren, sondern stattdessen sogar Zeit gewinnen. Handlungen, die bereits im Vorfeld unser Seelenleben mit einbeziehen, sind auf Dauer kraftvoller und auch zeitsparender als solche Beschäftigungen, die lediglich aus dem Intellekt resultieren. Wenn wir jedoch Wissen nur konsumieren, bleibt unser Seelenleben letztlich unbefriedigt. Wenn wir stattdessen Wissen in Weisheit transformieren, werden wir neue Ufer erreichen.

Dass sich diese neuen Ufer als fried- und freudvoll erweisen, wünsche ich Euch für den kommenden Monat von Herzen

Armin

 

Armin Denner

Tarot-Beratungen

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